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		<title>Es ist Geil ein Schweizer zu sein! - Letzte Beiträge im Forum der Community</title>
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		<description>Dieser Feed zeigt die letzten Beiträge im Forum der Community Es ist Geil ein Schweizer zu sein! an.</description>
		<item>
			<title>Die Geschichte von Willhelm Tell</title>
			<content:encoded><![CDATA[Wilhelm Tell :: Die Geschichte der Freiheit und Unabhängikeit der Schweiz<br />
<br />
Durch die Eröffnung vom Gotthardpass am Anfang des 13.Jahrhunderts wurde die Region um die Waldstätte (heute Vierwaldstättersee) auch strategisch und wirtschaftlich interessant. Deshalb verstärkten die Habsburger ihren Besitzanspruch auf das Gebiet rund um den Vierwaldstättersee. Sie schickten Vögte ins Land welche die Urner, Schwyzer und Unterwaldner unterdrückten und massiv Steuern abkassierten.<br />
<br />
Das liessen sich die aufrechten Männer von Uri, Schwyz und Unterwalden nicht tatenlos bieten. Auf dem Rütli wurde 1291 der Bund der Urkantone durch den Rütlischwur besiegelt. Unter Führung von Werner Stauffacher aus Schwyz, Arnold Melchtal aus Unterwalden und Walter Fürst aus Uri verbinden sich die drei Waldstädte um die gewalttätigen österreichischen Landvögte Gessler und Landenberg zu vertreiben.<br />
<br />
Wilhelm Tell ist zu jener Zeit Berbauer und lebt im steilen unwegsamen Schächental. Geboren in Bürglen (Kanton Uri), lebt er dort auf dem Schochen Land das er von seinem Vater nach dessen Tod übernommen hat. Das steile Bergheimetli das der kräftig gebaute Tell mit seiner Familie bewirtschaftet ist umgeben von hohen Bergen mit weiss leuchtenden Schneespitzen. Tells Arbeit ist hart aber es reicht um alle hungrigen Mäuler im Haus zu stopfen. Um immer genug Essen auf dem Tisch zu haben ist der Willi (wie der von seinen Freunden genannt wurde) öfters auf der Jagd anzutreffen. Mit seiner Armbrust ist er ein exzellenter Schütze. Wilhelm Tell geniesst den Ruf - weit über sein Dorf hinaus - der beste und treffsicherste Armbrustschütze weit und breit zu sein. Es gibt auf der Jagd keine flinke Gämse und kein hackenschlagender Hase der sich nicht vor Tells Armbrust und dessen Geschoss fürchtet.<br />
<br />
Trotz des karge Leben ist Wilhelm Tell zufrieden mit sich und der Welt. Seine Frau Hedwig hatte ihm zwei prächtige Söhne mit dem Namen Walter und Wilhelm geschenkt. Die Jungs bereiteten dem Wilhelm Tell und seiner Frau Hedwig viel Freude.<br />
<br />
Wie immer einmal jeden Monat steigt Wilhelm Tell hinab ins Tal um seine Einkäufe im nahen Altdorf zu tätigen.<br />
<br />
Heute begleitet sein Sohn Walter den Vater Tell zum nahe gelegenen Altdorf.<br />
<br />
Wie er von seinen Nachbarn erfahren hat regiert der Vogt Hermann Gessler in Altdorf immer härter und brutaler. Das sei ein scharfer Hund. Der Vogt ist ein grosser Unterdrücker gegenüber dem Urner Volk. So denkt er sich immer wieder neue Misstaten aus um seine Untertanen zu quälen.<br />
<br />
Auf dem Marktplatz in Altdorf angekommen herrscht reges Treiben rund um den Hauptplatz. Vereinzelt sind auch Soldaten des Vogts zu sehen.<br />
<br />
Mitten auf dem Marktplatz steht neu eine Stange wo ein Hut drauf ist. Diesen Hut soll jeder Untertanen des Vogtes grüssen so als ob der Vogt es persönlich anwesend sei. Doch Wilhelm Tell hält nichts von solch unsinnigen Gesetzen.<br />
<br />
Er geht am Pfahl achtlos vorbei und kümmert sich nicht um den Hut des Landvogt Gesslers. Er wird unsanft von den Soldaten die den Hut auf dem Pfahl bewachen angehalten: "Hey Bauer grüsse deinen Landvogt!" Darauf entgegnet Wilhelm Tell: "Ich sehe nur einen Hut, kein Vogt Gessler hab ich da gesehen! Ich bin doch nicht Irre und grüss kein Hut!" Jetzt sind die Soldaten zornig und packen den sich nicht wehrenden Wilhelm Tell und halten ihn fest. In der Zwischenzeit hat sich ein Volksauflauf rund um Wilhelm Tell gebildet.<br />
<br />
Der herbeigerufene Hermann Gessler erscheint nach kurzer Zeit und stellt den widerspenstigen Bauer zur Rede.<br />
<br />
Der Vogt erkennt den Bauer und guten Schützen Tell. Er fragt: "Tell warum missachtest du meine Gesetzte?"<br />
<br />
Tell: "Warum soll ich eine Stange mit Hut grüssen. Das ist doch Schwachsinn!"<br />
<br />
Erzürnt über solche Dreistigkeit befiehlt der Landvogt Gessler die erneute Ergreifung und Verhaftung von Wilhelm Tell. Dies lässt Wilhelm Tell alles über sich ergehen ohne sich zu wehren. Das erzürnt den Landvogt Gessler noch mehr. Erst jetzt erkennt der habsburgische Vogt das Tell seinen Sohn Walter dabei hat. Auch den kleinen Walter lässt Landvogt Gessler ergreifen. Um Tell aus der Reserve zu locken ersinnt der tyrannische Landvogt sogleich ein makaberes Spiel.<br />
<br />
An Tell gerichtet: "Tell du bist doch ein Weiterum bekannter Meisterschütze. Du kannst deine Freiheit mit deiner Armbrust mit einem guten Schuss erlangen." Gessler langt in die Satteltasche und zieht einen roten saftigen Apfel heraus.<br />
<br />
"Du musst nur diesen Apfel treffen." Dazu denkt sich der Meisterschütze Wilhelm Tell, "das schaff ich doch mit Links".<br />
<br />
Doch Tell hat nicht mit dem dunklen Gedankengang von Gessler gerechnet.<br />
<br />
Dieser befiehlt Tells Sohn Walter sich unter die 80 Meter entfernte Linde zu stellen. Dann geht der Landvogt zu Walter und legt den Apfel auf dessen Kopf. Dann spricht Gessler zu Tell gewandt: "Dieser Apfel auf dem Kopf deines Sohn Walter ist dein Ziel. Solltest du daneben schiessen wird dein Sohn sterben. Andernfalls wenn du den Apfel triffst bist du und dein Sohn ein freier Mann."<br />
<br />
Wilhelm Tell dem nichts anderes übrigbleibt nimmt seine Armbrust zur Hand. Er nimmt Zwei Peile aus dem Köcher. Den einen legt er griffbereit neben sich, und den andern spannt er in die Armbrust ein. Dann hebt er die Armbrust an und zielt auf den Apfel auf Walters Kopf. Der sonst so sichere Armbrustschütze Wilhelm Tell zittert und vor seinen Augen verblast und flimmert der Apfel. Tell muss absetzen und zieht den zweiten Pfeil näher zu sich ran. Erneut setzt Wilhelm Tell die Armbrust an. Schweiss steht Tell auf der Stirn. Nach langem zielen zieht er den Abzug seiner Armbrust durch. Tells Pfeil zieht eine schnurgerade Bahn auf den Apfel zu. Tells Pfeil trifft den Apfel in der Mitte entzwei. Ein wahrer Meisterschuss.<br />
<br />
Die Leute rundum Jubeln und freuen sich mit Tell. Dieser packt den zweiten Pfeil und will diesen unauffällig in seinem Köcher versorgen.<br />
<br />
Gessler der sein Gesicht nicht verlieren will spricht zum Wilhelm Tell: "Gratulation! Ein guter Schuss Schütze Tell und wie versprochen bist du jetzt wieder ein freier Untertan. Doch lass mich erfahren was du mit dem zweiten Pfeil im Sinne hattest?"<br />
<br />
Darauf angesprochen erwidert Tell: "Wenn mein erster Schuss fehl gegangen wäre und meinen Sohn Walter getroffen hätte, so hätte mein zweiter Pfeil dich ganz sicher getroffen, so wahr ich Tell heisse." Erzürnt ob solcher Dreistigkeit liess der zornige Landvogt Tell wieder ergreifen und erneut verhaften. Zu Tell gewandt sagt Gessler: "In meiner Burg in Küssnacht kannst du ob deiner kühnen Antwort nachdenken bis Dir die Haut auf deinen Knochen alt wird.<br />
<br />
Gessler, der im Urnerland keine Freunde hat, will mit seinem Gefangenen Wilhelm Tell so rasch wie möglich Altdorf verlassen. Trotz Sturmwarnung wegen Föhn lässt Gessler sein Schiff in Flüelen klar machen. Gesslers Soldaten murren deshalb leise vor sich hin, aber segeln auf dem Vierwaldstättersee hinaus mit Ziel Richtung Küssnacht. Zusammen mit seinem Gefangenen Wilhelm Tell und seinen Soldaten segelt Hermann Gessler auf den schon aufgewühlten Vierwaldstättersee hinaus. Der angekündigte Föhnsturm zieht immer stärker auf. Schon Bald müssen die Segel eingezogen werden, der Sturm ist zu stark. Gessler ist zu stolz, er will nicht zurückkehren nach Flüelen. Deshalb müssen die Schiffsleute und Soldaten alle Kraft in die Riemen der Ruder legen. Aber der Föhnsturm wird immer stärker und gewaltiger. Es scheint so als ob die Natur sich gegen das kleine Schiff Gesslers verschworen hat. Das Schiff droht zu kentern. Die Schiffsleute und Soldaten schreien und zittern um Ihr Leben.<br />
<br />
Hermann Gessler bekommt Panik und sieht sein bedrohtes Leben schon dahin schwinden. Er schreit zu Wilhelm Tell: "Tell du bist doch extrem kräftig ein super Seemann. Rette uns, und gehe an die Ruder." Tell nickt nur unmerklich. Darauf lässt Gessler Wilhelm Tell losbinden. Dieser packt sofort das Ruder und schreit. Lasst uns das Ufer der Felsplatte am Axen ansteuern, dies ist unsere einzige Rettung." Die Seeleute und Soldaten unter der Führung von Wilhelm Tell rudern um Ihr Leben. Trotz sturmgepeitschten Wasser und mächtiger Wellen bei orkanartigem Föhn gelingt es Tell das Boot gegen das Ufer zu steuern.<br />
<br />
Plötzlich, fast schon am Ufer des Axen bei der Felsplatte packt Wilhelm Tell seine Armbrust mit Köcher und springt mit einem gewaltigen Satz ans Ufer. Dabei stösst er das Schiff mit Gessler in die aufgewühlte See zurück.<br />
<br />
Tell weiss das sein Leben jetzt keinen Pfifferling mehr wert ist, solange der Gessler noch lebt.<br />
<br />
Er weiss was es geschlagen hat und er durchdenkt genau was zu tun ist. Wilhelm Tell kennt die Gegend genau. Manches Reh und Gämse hat er hier gejagt. Tell eilte sodann auf kürzestem Wege übers Gebirge. Sein Ziel ist Küssnacht am Rigi. Über Sisikon, Brunnen, Schwyz und Arth eilt er zur "Hohlen Gasse" bei Küssnacht, wo er auf dem Landvogt abpasst. In seinem sicheren Versteck an der Hohlgasse wartet er. Wilhelm Tell weiss, durch diese hohle Gasse muss er kommen. Es führt sonst kein anderer Weg nach Küssnacht. Er legt sich dort auf die Lauer. Stunde um Stunde vergeht. Plötzlich taucht er auf.<br />
<br />
Gessler, der dem stürmischen See doch noch entkommen war, kommt mit seinem Gefolge herangeritten. Tell legt den Pfeil in seiner Armbrust zurecht. Er zielt und drückt ab. Mit dem zweiten Pfeil, den er bereits in Altdorf in seinen Köcher gesteckt hatte, erschiesst Wilhelm Tell den tyrannischen Landvogt.<br />
<br />
Tells heldenhafte Taten wurden schnell im ganzen Land um die Waldstätte bekannt.<br />
<br />
Diese Tat stärkte die Bewegung für Freiheit und Unabhängigkeit in der Urschweiz.<br />
<br />
Die Waldstätte von Tells Taten aufgerüttelt entledigte sich darauf seiner Vögte und war bis in die heutige Zeit ein freies und unabhängiges Volk.<br />
<br />
Tell hat danach noch in der blutigen Schlacht bei Morgarten 1315 an vorderster Front für die Eidgenossen mitgekämpft. Dabei errangen die Eidgenossen von Uri Schwyz und Unterwalden einen grossen Sieg gegen das Ritterheer der Herzoge von Habsburg. Wilhelm Tell ist dann 1354 im Schächenbach nahe seinem Heim beim Versuch der Rettung eines Kindes zu Tode gekommen.<br />
<br />
Wir können stolz auf unseren Wilhelm Tell sein.<br />
<br />
Deshalb halten wir Wilhelm Tell in unserem Gedächtnis einen angemessenen Platz frei.<br />
<br />
Hier endet die eigentliche Wilhelm Tell Geschichte.<br />
<br />
Doch der Kampf für die Freiheit geht weiter. Wo immer auf unserer Welt die Freiheit der Menschen unterdrückt wird, lodert der Wille für Freiheit der Menschen auf, und fordert das Ende ihrer Tyrannenmacht... ]]></content:encoded>
			<author>no-reply@mixxt.net (Helvetia-Gnoemli)</author>
			<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 15:21:04 +0200</pubDate>
			<link>http://vivre-la-suisse.mixxt.ch/networks/forum/loadpost.91050</link>
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		</item>
		<item>
			<title>Die Legende des 1.August </title>
			<content:encoded><![CDATA[Unser Nationalfeiertag hat eine Geschichte und die könnt ihr hier nachlesen.<br />
<br />
Der 1. August ist der offizielle Nationalfeiertag in der Schweiz. Die drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden schlossen sich im "Ewigen Bund" zusammen.<br />
<br />
1. August - Nationalfeiertag<br />
<br />
Vielleicht nicht auf der ganzen Welt bekannt, begehen die Schweizerinnen und Schweizer jeweils am 1. August ihren Nationalfeiertag mit vielen Festen, Festansprachen und Höhenfeuern. Natürlich darf zum Schluss auch das Feuerwerk nicht fehlen.<br />
<br />
Am 1. August wird in der ganzen Schweiz der Entstehnung der Eidgenossenschaft gedacht. Die Eidgenossenschaft geht, wie es der Name schon vermuten lässt, auf einen Schwur zurück. Jedenfalls will es die Legende so. Im Jahre 1291 nach Christus trafen sich 3 Vertreter der 3 Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden auf der Rütliwiese um ein Verteidigungsbündnis gegen die Österreicher und andere Feinde zu treffen. Um das Bündnis zu besiegeln, schworen sie den "Rütlischwur", den heute jedes Kind in der Schweiz kennt. Apropos Kind: Die Rütliwiese gehört übrigens der Schweizer Jugend. Mit diesem Schwur hat also alles begonnen und es gesellten sich mit der Zeit und den Jahrhunderten immer mehr Kantone friedlich oder auch kriegerisch zu den Urkantonen bis sich die Schweiz, wie sie heute existiert, gebildet hatte. Dieser Tatsache nun gedenken also die Schweizerinnen und Schweizer jedes Jahr am 1.August. An diesem Tag werden Hunderte von Reden gehalten, Tausende Würste verspiesen und natürlich für Millionen von Franken Feuerwerk in den Himmel geschossen. An manchen Orten geht es auch besinnlicher zu und her: Mit Höhenfeuer und Schweigeminuten wird über die Vergangenheit, die Zukunft und das Leben ganz allgemein sinniert. Es ist ein schöner Brauch, dass wir unseren Nationalfeiertag mit Höhenfeuern weithin sichtbar machen. Denn Höhenfeuer, die über Täler und Berge hinweg leuchten , sind ein starkes Symbol der Zusammengehörigkeit.<br />
Auf jeden Fall sollte man, wenn man als Tourist in der Schweiz ist, die Möglichkeit nutzen an diesen Festivitäten teilzunehmen. In diesem Sinn wünsche ich allen einen schönen Schweizer Nationalfeiertag.<br />
<br />
 <br />
<br />
Über die Eidgenössische Volksinitiative für einen arbeitsfreien Bundesfeiertag (1. August-Initiative) wurde am 26. Sept. 1993 vom Schweizer Volk abgestimmt. Mit 83% wurde die 1.August Initiative angenommen.<br />
<br />
    Die Schweizer Bundesverfassung wurde wie folgt ergänzt:<br />
<br />
    Art. 116bis<br />
    Der 1. August ist in der ganzen Eidgenossenschaft Bundesfeiertag.<br />
    Er ist arbeitsrechtlich den Sonntagen gleichgestellt.<br />
    Der Bundesfeiertag wird der Zahl der Feiertage nach Artikel 18 Absatz 2 des Arbeitsgesetzes vom 13. März 1964 nicht angerechnet<br />
<br />
]]></content:encoded>
			<author>no-reply@mixxt.net (Helvetia-Gnoemli)</author>
			<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 15:19:26 +0200</pubDate>
			<link>http://vivre-la-suisse.mixxt.ch/networks/forum/loadpost.91049</link>
			<guid>http://vivre-la-suisse.mixxt.ch/networks/forum/loadpost.91049</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Das Wichtigeste ereigniss überhaubt.... Rütli Schwur!</title>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.youtube.com/watch?v=AiJwS78roEw">http://www.youtube.com/watch?v=AiJwS78roEw</a><br />
<br />
der Anfang über das Rütli XD <br />
<br />
Die Rütliwiese gilt als die Geburtsstätte der schweizerischen Eidgenossenschaft.<br />
Am 1. August 1291 schworen laut Sage die drei Abgesandten der Urkantone Uri (Walter Fürst),<br />
Schwyz (Werner Stauffacher) und Unterwalden (Arnold von Melchtal) den ewigen Bund der Waldstätte.<br />
<br />
Der Schwur auf dem Rütli<br />
<br />
Der Mond stand hoch in den funkelnden Sternen, und das zarte<br />
Schleierband der Milchstrasse überspannte den nächtlichen Himmel über<br />
dem Vierwaldstättersee. Kaum spürte man das leise Lüftchen, das vom<br />
Gotthard her über den Urnersee strich und mit dem tanzenden<br />
Widerschein des Mondes spielte. Mächtig reckten die Urner- und<br />
Schwyzerberge ihre zackigen Häupter zum Himmel empor. Ringsum war<br />
alles still wie im schweigenden Raume eines Domes. Mensch und Tier<br />
schliefen. Nur auf der waldumsäumten Rütliwiese brannte ein kleines<br />
Feuer. Dort wachten ein paar Männer im flackernden Lichtschein. Sie<br />
redeten wenig. Um so aufmerksamer horchten sie gegen den See hinunter.<br />
Manchmal erhob sich Walter Fürst und schritt, tief in Gedanken<br />
versunken, zum Rande der Wiese, von wo aus er gegen Brunnen<br />
hinüberblickte. Wie Firnschnee strahlte sein weisses Haupthaar im<br />
Mondschein.<br />
Vom See herauf klatschten Ruderschläge. Die Schwyzerfreunde nahten<br />
heran. Sie landeten mit ihren beiden Nauen und stiegen den steilen<br />
Hangweg empor zum geheimen Platz auf der Rütliwiese. Ab Yberg stützten<br />
sie den alten Konrad Hunn, weil diesen die schwanken Beine kaum mehr<br />
zu tragen vermochten. Walter Fürst schritt den Männern entgegen und<br />
begrüsste zuerst mit innigem Händedruck seinen geliebten Freund Werner<br />
Stauffacher. Hierauf begaben sie sich zum Feuer, wo die Urner ihre<br />
Schwyzerfreunde mit unterdrücktem Jubel empfingen.<br />
Bald tauchten aus dem Walde andere Männer auf. Die Kapuzen der<br />
Hirtenhemden hatten sie über den Kopf gezogen, und in den Händen<br />
hielten sie knorrige Stöcke. Die Unterwaldner waren es. Am frühen<br />
Abend schon hatten sie daheim ihre Höfe verlassen und waren, geführt<br />
vom jungen Arnold, zum versteckten Platz gekommen. Müde und doch<br />
zufrieden setzten sie sich beim Feuer nieder. Nachdem alle einander<br />
begrüsst und kennengelernt hatten, stieg Werner Stauffacher auf einen<br />
Stein, von dem aus er die Männerschar aus den drei Tälern gut<br />
überblicken konnte.<br />
"Brüder", begann er in feierlichem Tone zu sprechen, während die<br />
Männer sich erhoben, "im Namen Gottes stehen wir hier und reichen<br />
einander die Hände. Ein Wille, ein Ziel einigt uns: Frei wollen wir<br />
sein ! In tiefster Not versprechen wir, einander zu helfen, im Kampfe<br />
gegen die Vögte zusammenzustehen und uns vor keiner Gewalt zu beugen.<br />
Ist einer unter euch, der nicht bereit ist, sein Leben, sein Gut und<br />
sein Blut zu opfern, so verlasse er den Kreis !"<br />
Keiner regte sich, alle schwiegen. Da sprach Stauffacher mit<br />
feierlichem Ernste das Gelöbnis:"So erhebet, meine Freunde von Uri,<br />
Schwyz und Unterwalden, eure Hand zum Schwure ! Der dreieinige Gott<br />
sei Zeuge, dass wir beschlossen haben, unsere Freiheit gegen jede<br />
fremde Macht und Gewalt zu schützen für uns und unsere Kinder !"<br />
Wie ein heiliger Chor erklang der Schwur in der stillen Nacht :" Wir<br />
geloben es." Die Hände senkten sich, und in das versunkene Schweigen<br />
sprach Walter Fürst andächtig wie ein Gebet die Worte: " Gott sei mit<br />
euch und eurem Bunde, meine Eidgenossen !"<br />
Staufacher fuhr fort: " Eidgenossen, wir sind entschlossen, unsere<br />
Peiniger, die Vögte, zu vertreiben. Wer einen Ratschlag weiss, der<br />
spreche sich aus !" In den Reihen entstand wirres Gemurmel, das erst<br />
wieder verstummte, als Arnold von Melchtal aus der Reihe trat und<br />
seinen Vorschlag kundtat.<br />
"Wir müssen die Herren mit List ergreifen. Am Zinstag oder in der<br />
Neujahrsnacht, wenn wir unsere Geschenke in die Burgen tragen, kommen<br />
wir unbehelligt hinter die Mauern. Wir halten die Waffen unter den<br />
Hemden versteckt, und auf ein verabredetes Zeichen geht's los. Ein<br />
paar Dutzend Getreue genügen, um dem Vogt samt seinem Gesinde den<br />
Graus zu machen."<br />
" Gut gesprochen !" rief Rudolf Stauffacher, der ehemalige Schwyzer<br />
Landammann, dem jungen Unterwaldner zu. Lauter Beifall begleitete<br />
seine Worte. Arnold glühte vor Eifer und Begeisterung. Der vornehme<br />
Unterwaldner Landammann von Oedisriet aber gab zu bedenken : " Männer,<br />
ihr vergesst, wie stark der Feind ist. Wenn wir die Vögte vertreiben,<br />
machen wir uns den Kaiser und seine verwandten Herzöge und Fürsten zu<br />
Feinden. Ich frage euch : " Seid ihr bereit, mit schlechten Waffen<br />
gegen ein mächtiges Reiterheer zu kämpfen ?"<br />
"Wir sind bereit ! Der Kaiser ist Tot ! Wir werden die Reiter von den<br />
Rossen herunterholen !" Die lauten Rufe tönten wirr durcheinander.<br />
Nochmals versuchte der Landammann, die kampfesfreudigen Männer zur<br />
Besinnung zu bringen. "Wir sollten noch zuwarten mit dem Burgensturm,<br />
bis der neue Kaiser gewählt ist. Vielleicht wird es kein Habsburger<br />
mehr sein, und wir könnten ohne Waffen und Blut unsere Vögte<br />
loswerden." Wiederum wurde der Sprecher durch Zwischenrufe<br />
unterbrochen: " Albrecht, des Kaisers Sohn, ist nicht besser als sein<br />
verstorbener Vater. Er wird uns neue Vögte ins Land schicken. An<br />
Weihnachten schlagen wir zu !"<br />
Auch der Urner Freiherr von Attinghausen wollte die Männer<br />
beschwichtigen: " Mit Waffe und Kampf richten wir gegen einen<br />
überlegenen Feind nichts aus. Wenn wir besiegt werden, gibt's<br />
schlimmere Zeiten, als wir sie jetzt erleben. Wir sollten dem neuen<br />
Kaiser unsere rechtmässigen Klagen vortragen und ihn um eine mildere<br />
Herrschaft bitten."<br />
Aber auch dieser Vorschlag kam bei den Männern nicht gut an. " Wir<br />
haben lange genug gewartet, und es hat alles nichts genützt." "Gewalt<br />
muss mit Gewalt bezwungen werden !" rief Werner Stauffacher von Schwyz<br />
dem Urner Freiherrn entgegen.<br />
Im Osten begann es schon zu dämmern. Es war Zeit zum Aufbruch. Werner<br />
Stauffacher stellte die letzte Frage: " Wollt ihr den Kampf gegen die<br />
Vögte und ihren Anhang wagen ?"<br />
Wie aus einem Munde kam die Antwort: " Wir wollen es wagen, so Gott<br />
uns helfen wird !" Entschlossen begaben sich die Bauern auf den<br />
Heimweg.]]></content:encoded>
			<author>no-reply@mixxt.net (Helvetia-Gnoemli)</author>
			<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 15:16:04 +0200</pubDate>
			<link>http://vivre-la-suisse.mixxt.ch/networks/forum/loadpost.91046</link>
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